Vorschau auf die Bezirksligasaison

 

Quelle: Medienhaus Bauer

Joswig, Kuhn und Spitzer sind schon weg

Von Dirk Kolakowski und Nils Steufmehl am 14. August 2010 10:59

MARL. Schlechte Nachricht für alle Drewer-Fans: Vor dem wichtigen Saisonauftakt in der Bezirksliga gegen Vestia Disteln (Samstag, Anstoß 16 Uhr) haben sich Benny Spitzer, Andre Kuhn und Tobias Joswig abgemeldet. Das Trio spielt in Zukunft für den Kreisligisten SpVg Marl.

  

Am Freitagabend warteten ihre Mannschaftskollegen und Drewer-Trainer Markus Schmeling beim Abschlusstraining vor dem Bezirksliga-Auftakt gegen den Meisterschafts-Mitfavoriten SV Vestia Disteln im Gerhard-Jüttner-Stadion vergeblich.

Dagegen freute sich SpVg-Trainer Udo Kehren über neue Gesichter nur ein paar Kurzpässe entfernt am Volkspark. Nach dem eineinhalbstündigen Training unterschrieben Joswig, Kuhn und der ehemalige Marler Spitzer bei dem Kreisligisten aus Alt-Marl als Vertragsamateure. Theoretisch könnte Udo Kehren das Trio schon am Sonntag im Kreisliga-Derby bei der SG Marl (Anstoß 15 Uhr) einsetzen.

Marls sportlicher Leiter, Mucki Barth, dazu: "Die Jungs sind an uns herangetreten und haben gesagt, dass sie für Drewer keinen Fußball mehr spielen wollen." Der Kontakt entstand über Co-Trainer Marco Marx. Auch finanziell kann die SpVg diese Verpflichtungen locker stemmen. "Wir haben Sponsoren gefunden, die die Kosten übernehmen. Wir machen also keinen Drahtseilakt."

Damit sieht es am Volkspark auch im Bezug auf die anstehende Saison etwas rosiger aus. "Wir nehmen die Jungs natürlich mit Kusshand", so Barth, der glaubt, dass sich die SpVg Marl mit diesen Neuzugängen nun aus dem Kreis der Abstiegskandidaten verabschiedet hat

Quelle: Medienhaus Bauer

Spielerrevolte beim VfL Drewer

Von Dirk Kolakowski am 13. August 2010 15:39

MARL. Die Nerven liegen blank, die Planungen für den ersten Spieltag weitgehend auf Eis. Beim VfL Drewer sorgt die halbe Mannschaft für Diskussionen, ihr neuer Trainer Markus Schmeling beklagt, dass „einige mit Scheuklappen unterwegs sind“.

Die Rebellen übernehmen das Zepter. Ausgerechnet jetzt. Vor dem Saisonstart. Auflösungserscheinungen und dicke Luft erschweren die Arbeitsbedingungen für den Turowski-Nachfolger. Der weiß noch nicht, welche Mannschaft er Samstag ins Rennen schicken wird. So wird die Aufgabe gegen SV Vestia Disteln (Anstoß 16 Uhr, GJS) unlösbar.

Es könnte ein Desaster für Drewer werden

„Obwohl Disteln so gut ist wie lange nicht, könnten wir gewinnen. Es könnte aber auch ein Desaster für uns geben“, sagte Schmeling vor dem Bezirksliga-Auftakt. Damit drückt der 40-Jährige auch die Unsicherheit im Lager des Bezirksligisten aus dem Gerhard-Jüttner-Stadion aus. Denn die Ergebnisse des künftigen Fusionspartners mit der SG und SpVg Marl beweisen die Unberechenbarkeit des VfL.

Während die Fans nach der 0:2-Finalniederlage bei der Stadtmeisterschaft gegen den TSV Marl-Hüls noch immer den 5:1-Pokalerfolg über den VfB Waltrop feiern, denken die Verantwortlichen mit Grauen noch an die 0:6-Niederlage beim Bettenland-Cup gegen die SG Langenbochum zurück. „Uns fehlt einfach die nötige Balance“, meint der 40-jährige Schmeling.

Doch andere Probleme wiegen auch schwer und belasten den Saisonauftakt. Linksverteidiger Kevin Paust wird mit dem TSV in Verbindung gebracht. Andre Kuhn und Tobias Joswig zieht es zur SpVg Marl, wie halboffizielle Quellen am Volkspark bereits bestätigen. Über die Schiene Vertragsamateur ist ein Wechsel zum jetzigen Zeitpunkt noch möglich.

Spieler möchten legerer trainieren

Sehr zum Verdruss von Vereinsboss Peter Millucks: „Joswig und Kuhn möchten nicht so professionell trainieren wie der Trainer. Das ist Stand der Dinge. Die anderen haben das Gespräch gesucht, ob es nicht ein bisschen legerer zugehen kann. Wir werden sehen, welche 13 am Samstag eingesetzt werden“, sagt der Klubpräsident und hofft darauf, dass immerhin die Spieler, die auflaufen, 150 Prozent gegen ihren Ex-Trainer geben.

Vehement setzte sich Schmeling zuletzt gegen Vorwürfe der Cliquenbildung innerhalb der Mannschaft zur Wehr. Er und sein Co-Trainer Didi Franke haben den Unmut einiger alter Dreweraner auf sich gezogen. „Es wird alles so dargestellt, als ob die Neuzugänge aus Herten schuld an allem sind. Es gibt aber keine Hertener mehr. Seit dem 1. Juli sind wir alle für den VfL Drewer unterwegs.“

 

Quelle: Medienhaus Bauer

Markus Schmeling spricht Klartext

Von Nils Steufmehl am 14. August 2010 20:00

Drewers Trainer Markus "Max" Schmeling äußert sich zu den Abgängen von Tobas Joswig, Andre Kuhn und Benny Spitzer.

"Es ist schade, dass das so hohe Wellen geschlagen und vor dem ersten Spieltag für Unruhe gesorgt hat", so der Ex-Hertener. Zu dem Vorwurf, das Training sei viel zu hart, sagt Schmeling: "Ich lege viel Wert darauf, dass meine Mannschaft fit in die Saison geht. Derartige Rückstände lassen sich später nämlich nicht mehr aufholen. Ich komme nicht dreimal die Woche hierher, um eine Hobby-Mannschaft zu trainieren"

Die Flucht des Trios kann der Coach nicht nachvollziehen. "Wahrscheinlich hatten die Angst, dass wir die ganze Zeit nur laufen. Ich habe mit dem Rest der Mannschaft gesprochen. So etwas ist ganz normal und kommt zehnmal im Jahr vor. Ich habe den Spielern gesagt, dass sie sich überraschen lassen sollen, wie das Training nun weiter geht. Die Vorbereitung ist nämlich zu Ende."

Joswig, Kuhn und Spitzer ließen da aber schon längst nicht mehr mit sich reden. Die drei wählten den scheinbar bequemeren Weg in Richtung Volkspark. "Die haben einfach zu gemacht. Ich weiß nicht ob es richtig ist, dann direkt zu gehen."

 

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