Die Wiege des Marler Fußballs stand in Drewer
Bei der Silvesterfeier 1913/1914 wurde im Haus Kampstr. 112 bei Emil und Gustav Soldanski der Verein "Spiel und Sport Drewer Nord" gegründet. Die amtlich beglaubigte Gründungsurkunde vom 11. Januar 1914 nennt den ersten Vorstand wie folgt:
1. Vorsitzender: Gustav Soldanski, Schriftführer: Fritz Heinrichs.
Zu den Gründern gehörten ferner: Otto Mendritzki, Karl Popp, Valentin Matuschak, Fritz Kornblum, Emil Soldanski, Michael Zurawski, Otto Popp, Wilhelm Heinrichs, Johann Janicke, August Braun, August Konetzka, Fritz Heinrichs, Michael Soltek und Richard Kluge.
0 : 11 im ersten Spiel
Zum ersten Spiel marschierten die tapferen Kämpen von SuS Drewer-Nord über Scherlebeck zum Katzenbusch nach Herten, geschlossen als Mannschaft, später auch oft mit den Ehefrauen. Die Premiere im Katzenbusch ging mit 0 : 11 "voll in die Hose". Dies motivierte so sehr, daß die Aktiven bis zum Umfallen trainierten und das Rückspiel mit 2 : 1 gewannen.
Der erste Weltkrieg sorgte für eine teilweise Unterbrechung des Sportbetriebes. Nach Kriegsende traten dann die meisten Vereine dem Westdeutschen Spielverband bei. Aus unerfindlichen Gründen wurde dem SuS Drewer-Nord die Aufnahme verweigert. Um dennoch in den Verband aufgenommen zu werden kam es zur Fusion mit dem 1912 gegründeten Turnverein Hüls. Nachdem der Name Drewer einige Zeit später aus dem Vereinsnamen gestrichen wurde, bildeten sich wieder zwei Vereine: "SuS Hüls und "SuS Drewer Nord".
Der Name "VfL Drewer" (Verein für Leibesübung) entstand nach dem zweiten Weltkrieg durch eine neue, aber ebenfalls kurzlebige Fusion mit der ehemaligen Betriebssportgemeinschaft der CWH. Aus diesem Zusammenschluss spalteten sich bald die anderen Sportarten ab und bildeten den VFL Hüls.
Im Jahre 1950 gelang der 1. Mannschaft erstmals der Aufstieg in die Bezirksklasse.

VfL Drewer 1. Mannschaft 1950 v.l.: Pretorius, Harwig, Willing, Wenzkowski, Piet, Klamann, Zdunek, Dipel, Becker, Schulz, Stolz, Sobigalla

VfL Drewer 1. Mannschaft 1952: Stolz, Pies, Kamann, Chmielewski, C. Pifka, Leonard, Gleba, Hawig, Stein, Sobottka, Aschendorf, Willing, Piel
Diese Mannschaft schoß in einer Serie 149 Tore, Torschützenkönig
war Klamann mit 60 Toren.
In dieser Klasse blieb der VfL Drewer mehr als 15 Jahre.

Treffen ehemaliger VfL-Spieler nach 37 Jahren: Stolz, Büttner, Mönkediek, Bozdech, Pies, H. Günther, Hawig, Lorke, Gribowski, Werner, Klamann, Aschendorf, Bogoschewski, Schlegemann, Piel, Leissner, Stein, Rensmann, Siegmund, Schüttler, Niepel,, Sobigalla, Zdunek, v. Damm, Annus, B. Senz, Rothgänger, F. Niepel, Wollschläger
Nach dem Abstieg in die Kreisliga schaffte die 1. Mannschaft im Jahr des 70-jährigen Bestehens abermals den Aufstieg in die Bezirksliga.
Aufstieg in die Landesliga 1996
Der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte gelang der 1. Mannschaft unter Trainer Uli Turowski - Aufstieg in die Landesliga, nach Aufstieg aus der Kreisklasse, Entscheidungsspiel gegen TuS 05 Sinsen (2:1 vor 2000 Zuschauern) und Durchmarsch in der Bezirksklasse. Für alle Kenner war dies die beste Mannschaft, die der VfL Drewer jemals hatte. Getragen durch die Euphorie der Mannschaft und der Zuschauer stand man in der Winterpause auf einem vermeintlich sicheren Mittelfeldplatz, am Ende mußte die Mannschaft nach einer total verkorksten Rückrunde jedoch absteigen. Bis heute ist diese Tatsache für alle unerklärlich.
Heute, nach Abstieg in die Kreisklasse, Wiederaufstieg in die Bezirksliga, Abstieg in die Kreisklasse und Wiederaufstieg in die Bezirksklasse hat sich die 1. Mannschaft in der Bezirksliga gefestigt und diese Tatsache ist Verdienst von Uli Turowski, der die Mannschaft in der Kreisklasse übernommen hat und in die Bezirksliga aufgestiegen ist. Jeder wird sich noch gerne an das Relegationsspiel gegen die Spvg. Herten erinnern - Endergebis 3 : 1 für den VfL.

1. Mannschaft 2006/2007
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